20. Februar 2013

DanB | In der naTo diplomiert

Abschlussprüfung, ganz heißes Eisen. Mündlich auch noch, oh oh oh. Du hattest dich ewig vorbereitet und dann waren deine Hände so schwitzig. Also, ehrlich gesagt, war es ja dann doch nicht ganz so ewig gewesen, wie du dir vorgenommen hattest. Aber so ewig wie es eben ging, in den paar Tagen. Aha, auch noch die allerletzte letzte Prüfung, da kommt ja dann auch ein wenig Wermuth auf, danach. (Oder davor.) Du hattest den feinen Zwirn an, Jacket auch, hat schon keiner gesehen, die Schweißflecken. Du warst tierisch aufgeregt, die Prüfer waren aber echt nett, fast schon lieb, wollten ihren Schäfchen ja auch nix Böses. Und die Angst vor einem Blackout! Du wolltest den andern ja dann doch von einer ganz entspannten Prüfung erzählen. Du bist erstmal unsicher gewesen, hast dann aber zu gewohnter Stärke gefunden. Nach der Prüfung hast du dich über dieses und jenes geärgert, warst mit der Note aber doch ganz zufrieden.

Gut, dass dich keiner gesehen hat, außer den Prüfern. Aber die sehen so ein Elend ja jedes Semester. Wenn das einer gefilmt hätte! Um Gottes Willen. Oder wenn da Publikum dagewesen wäre. Neenee, das kann mal schön in diesen vier Wänden bleiben. Gut, dass du Jura studiert hast (oder Medizin, das ist ja irgendwie dasselbe). Ansonsten wären da nämlich vielleicht deine Eltern dabei gewesen und deine Freunde und zweihundert andere Leute vielleicht auch noch. Und vier Kameras. Und jemand von der Zeitung. Alle hätten gejubelt und nach einer Zugabe verlangt, nach einer Zugabe in der Abschlussprüfung! Dann könnte dich auch jetzt noch jeder jederzeit bei der Abschlussprüfung sehen! Kann man sich gar nicht vorstellen.

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