29. Oktober 2012

byebye – irgendwo im nirgendwo

Eins

„Irgendwo im Nirgendwo“ ist das neue Action-Moviemovie im Herbst 2012. Zwei Männer, ein Höllengefährt, rasende Geschwindigkeit, Massenszenen, ein klassischer Showdown und – Frauen, Frauen, Frauen. Who the fuck is Bond? Mein Name ist Bye, Bye Bye, antworten die Männer aus „Irgendwo im Nirgendwo“. Fünf von Fünf Sternen im Moviecheck!

Zwei

Endlich mal wieder frisches französisches Kino! „Irgendwo im Nirgendwo“ stellt „Willkommen bei den fabelhaften Amélies“ und „Ziemlich beste Schtiis“ bei Weitem in den Schatten. Mehr Baguettes, größere Käse und schönere Ringelpullover hat man noch nie gesehen. Also fünf von fünf Eiffeltürmen bei den Cahiers du Cinéma.

Drei

Ein bärtiges Waschweib schrubbt den Beat. Starkes Bild. Die beiden Hauptprotagonisten Olli (Oliver Haas) und Tim (Tim Ludwig) sitzen auf einer Treppe. Schon wieder ein starkes Bild (Geht es rauf oder runter? Nah am Wasser gebaut? Step by step?), aber nur der Anfang. Ein Mann, der ein bisschen aussieht wie der berühmte Sänger von Two Wooden Stones, gibt Olli eine Gitarre. Man merkt schon: hier gibt es nur starke Bilder. Fehlt nur noch eine Rikscha, denkt man und – BAMM da is’e.

Der Film nimmt nun Fahrt auf, die Protagonisten werden kutschiert (Fahren und Fahren lassen). Ein Koffer geht quer, Menschen hinterher. Noch mehr Menschen. Von überall her kommen noch mehr Menschen! Ihre Schicksale werden nicht weiter verfolgt, sie erscheinen als skizzierte Charaktere. Man glaubt den einen oder die andere zu kennen, dann fällt einem aber wieder ein, dass das keine echten Menschen sind, sondern fiktionale Figuren, professionelle Schauspieler wahrscheinlich. Sie laufen und hüpfen, singen und quieken, tanzen und schreien. Einige stechen aus der Masse heraus, andere nicht – wie im echten Leben. Ein großer Film.

Man fühlt sich wunderbar unterhalten (auch der Soundtrack ist spitze). Die zentrale Frage des Films wird jedoch nicht beantwortet und lässt das Publikum nicht los: Ist das Waschweib vom Beginn die Schwester des Drummers am Ende?

 

 

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